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Der
Bischof von Konstanz wahrte seine Interessen gegen das sich
ausbreitende Kloster St. Gallen mit dem Bau eines festen Turmes
in Roggwil. Er wurde zum Stammsitz des Konstanzer
Adelsgeschlechtes derer "von Roggwil", die jedoch am
Konstanzer Hof verblieben und 1632 ausstarben. Ihr Wappen wurde
von der Gemeinde Roggwil übernommen. 1410 wurde das Schloss
Roggwil zum Lehen des Abtes von St. Gallen. Mötteli von
Rappenstein übernahm das Lehen. Die Studer von Winkelbach
gelangten über Heirat und Erbe in den Lehensbesitz und bauten
das Schloss im 17. Jahrhundert zum barocken Landsitz um. Durch
Einheirat gelangte der Besitz schliesslich an die Bernhausen zu
Hagenwil.1736 kaufte Hauptmann Gallus Soller den Besitz, doch
nach Protesten des Landadels musste er alles wieder an den Abt
von St. Gallen abtreten. 1806 wurde mit der Klosteraufhebung
auch das Schloss an Güterhändler verschachert.
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Der
ehemalige Gutsbetrieb wurde Basis für mehrere
landwirtschaftliche Familienbetriebe. Im Zuge
verschiedener Handänderungen verwahrloste das Anwesen
zusehends. Von 1880 bis 1968 wurde im Schloss die Dorfkäserei
betrieben, der Baumgarten wich Schweinestallungen. Nach
Aufhebung der Käserei fand ein erster Versuch zur Rettung
des Schlosses wenig Unterstützung. Beinahe folgte der
Abbruch.
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Der
Thurgauer Heimatschutz als privater Verein übernahm 1976
das Schloss zum Kaufpreis von einem Franken und begann mit
einer Arbeitsgruppe die Restaurierung. Dank vieler Spenden
und Fronarbeit der Dorfbevölkerung wurde innert neun
Jahren die Renovation schrittweise vollzogen. 1985 folgte
die Einweihung des renovierten Schlosses, das seit 1978
der "Stiftung Schloss Roggwil" gehört.
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| Heute
können im Schloss Räume für spezielle Anlässe
gemietet werden. Mehr
Informationen
unter dieser Homepage
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