|
|
|
 |
|
| Orbe
war bereits in merowingischer und karolingischer Zeit
ein sehr bedeutender Platz. Im 10.Jh. war Orbe im Besitz
der Könige von Hochburgund, und 1032 nach dem Übergang
ins Römisch-Deutsche Reich unter Kaiser Konrad II,
burgundisches Reichsgut. Während des 11. und 12.Jh.
wurde Orbe verschiedene Male als Lehen vergeben, was zu
einer Zersplitterung der Herrschaft führte. Zur
Verwaltung der Herrschaftlichen Rechte und der Ordnung
wurde ein Meier, ein gewisser Tietmar, eingesetzt der
1109 urkundlich erwähnt wird. 1168 wird Orbe durch
Kaiser Friedrich Barbarossa, je zur Hälfte, an den
Pfalzgrafen Wilhelm von Burgund, und Amadeus II von
Montfaucon-Mümpelgard zu Lehen gegeben. Unter Amadeus
II und seinem Sohn wurde vermutlich die heute noch
sichtbaren Reste der Burganlage erbaut. Amadeus III
kaufte 1255 den Anteil der Grafen von Burgund ab, und
wurde zum alleinigen Besitzer von Orbe. Er baute die
Burg seines Vaters weiter aus und lies auch die Stadt
mit einer Ringmauer versehen. |
.
|
|
|
|
Nach
dem Erwerb der Herrschaften Echallens und
Montagny-le-Corbe, erweiterten die Herren von
Montfaucon-Mümpelgard ihren ohnehin beträchtlichen
Besitz um ein vielfaches. Henri von Montfaucon zog
als Soldritter nach Flandern und Kämpfte in
mehreren Schlachten bis er 1396 in der Schlacht
von Nikopolis fiel. Mit ihm starben die Montfaucon
im Mannesstamm aus, und das Erbe gelangte an
Ludwig von Châlon (Fürst von Orange) einem der mächtigsten
Herren des Burgunds. Die Herren von Châlon bauten
seit dem 14.Jh. ihre Macht erfolgreich aus. Zu
ihren Gütern gehörte auch Grandson, dass sie zu
ihrem Hauptsitz machten. Im 15.Jh. liessen sie die
Burg Orbe ausbauen und verstärken. Da die Châlon
zu den Parteigängern von Karl dem Kühnen gehörten,
wurden sie nach den Burgunder Kriegen stark in
Mitleidenschaft gezogen. Die Eidgenossen verwüsteten
1475 die zur Herrschaft gehörenden Burgen
Echallens und Montagny-le-Corbe, und stürmten
auch auf Orbe zu. Die Burg wurde durch Niklaus von
Joux zäh verteidigt und es gelang den Eidgenossen
erst nach langer Belagerung die Festung zu
erobern. Die Eidgenossen verschonten das Städtchen,
zerstörten jedoch vor ihrem Abzug die Burg. Die
Berner und Freiburger Herrschten nun in der Waadt
und in Orbe. Die Leute des Städtchens hatten
jedoch ein gutes Verhältnis zur Obrigkeit und
erfreuten sich einer beachtlichen Autonomie. Die
Burg wurde nur notdürftig repariert, zerfiel im
17.Jh. jedoch zunehmend. 1835 wurden die Trümmer
eingeebnet und der Platz planiert.
|
|
Heute
ist das Schloss eine Ruine und immer zugänglich
|
Mehr
Information unter dieser Homepage |
|
|
|
|