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Die Burg wurde
vermutlich im 12.Jh. durch die Herren von Grandson erbaut, um
den wichtigen Handelsweg vom Burgund nach Italien zu sichern.
Der Name La Sarra (das "z" am Ende des Namens wurde
erst im 18.Jh. angefügt), wurde von sarrata (Schloss, Riegel)
abgeleitet. Zu Beginn des 13.Jh. teilte Ebal IV von Grandson die
weitläufige Herrschaft Grandson unter seinen drei Söhnen auf,
was zur Abspaltung der Herrschaften Champvent und La Sarra führte.
La Sarra kam an Gerhard von Grandson, den ältesten Sohn von
Ebal IV, welcher vermutlich die alte Burg (erbaut um 1049) durch
den heute noch sichtbaren Turm ersetzen lies. Aymo, der Sohn
Gerhards, trat in die Dienste des Hauses Savoyen, und überlies
1231 die Herrschaft La Sarra den Grafen, um sie als Lehen zurück
zu empfangen. Nach dem Tode Aymos 1269, starb die Familie
Grandson-La Sarra im Mannesstamm aus. Die einzige Tochter Ayomos,
Henriette, heiratete 1269 Humbert von Montferrand. Dadurch
gelangte die Familie Montferrand in den Besitz von La Sarra ,
welche das Wappen und den Namen weiter nutzten.
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Unter
Humbert entstand auch die Ansiedlung unterhalb der
Burg, dessen Bewohner 1273 das Stadtrecht
erhielten. Unter den Grafen von Savoyen gelangten
die Herren von Montferrand-La Sarra zu hohem
Ansehen. Im 14.Jh. gelangte François von
Montferrand-La Sarra, durch Heirat, an die
Mitherrschaft von Vevey und das Vizedominat von
Montreux. Er liess auch das bekannte Grabmal
erstellen welches in der Antoniuskapelle von La
Sarraz steht, erbauen. Es zeigt einen Leichnam der
von Würmern und Kröten zerfressen wird. Harte
Zeiten brach für die Herrschaft La Sarra während
der Burgunderkriege an, nachdem die Berner 1475
die Burg zerstörten. Wilhelm von La Sarra galt
als enger Vertrauter der Herzogin von Savoyen,
welche mit Burgund verbündet waren. Wilhelm
wandte der verwüsteten Herrschaft den Rücken zu
und zog nach Burgund wo er 1478 verstarb. Sein
Enkel Barthélemy, er wahr der letzte spross des
Geschlechts, wurde wegen eines Landfriedensbruchs
zu 20`000 Gulden verurteilt die er jedoch bis zu
seinem Tode, 1505, nicht bezahlte. Barthélemy
hinterliess mehrere widersprüchliche Testamente
weswegen es zu heftigen Auseinandersetzungen kam.
Seinem Neffe Michel Mangerot gelang es
schlussendlich, dank der Hilfe durch Bern, seinen
Anspruch durch zu setzen. 1536 eroberten die
Berner die Waadt und zerstörten die Festung ein
weiteres Mal. Nach dem Tode Michels gelangte die
Burg in die Hände von François de Gingins. Diese
Familie blieb bis 1901 im Besitz der Burg. Das
Schloss erlebte im 19.- 20.Jh. eine neue Blütezeit.
So berühmte Persönlichkeiten wie Eisenstein, Max
Ernst, Alfred Roth, Le Corbusier und viele andere
Personen welche Rang und Namen hatten, zählten
sich zu den Gästen auf dem Schloss. Hélène de
Mandrot-Revilliod veranstaltete 1928 den ersten
Kongress für moderne Architektur, und 1929 den
Kongress des unabhängigen Films, auf der Burg.
Nach ihrem Tode ging das Schloss samt allem
Inventar, Möbel, Geschirr, Waffen und einer
wertvollen Bibliothek in den Besitz der
Gesellschaft zur Erhaltung der Burg über. Leider
sind viele Objekte in schlechtem Zustand und müssten
dringend restauriert werden. Dazu fehlen jedoch
die Finanziellen Mittel, so dass eine Vielzahl der
Gegenstände nicht gezeigt werden können. Die
Burg wurde erst kürzlich mit grossem Aufwand restauriert.
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Heute
ist das Schloss ein Museum und Pferdemuseum.
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Information unter dieser Homepage |
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