Der
interessanteste Vertreter der Familie wahr Rudolf von
Hagenwil der 1227 am Kreuzzug Friedrichs II ins Heilige
Land teil genommen hat. Nach dem Scheitern des
Unternehmens kehrte Rudolf zurück und begann grosse Teile
seines Besitzes an das Kloster St. Gallen zu verschenken.
Dies wahr zu dieser Zeit sehr verbreitet aus Gründen des
Seelenheils. Rudolf hatte keine Männliche Erben, ausser
seine Schwiegersöhne, die Herren von Heitnau . Diese befürchteten
durch die Schenkungen an das Kloster eine Schmälerung
ihrer zukünftigen Einnahmen. Die Herren von Heitnau
nahmen ihren Schwiegervater in Gewahrsam auf die Burg
Heitnau. Der Abt des Kloster St. Gallens, Berchtold von
Falkenstein, selber sehr interessiert an der Herrschaft
Hagenwil belagerte die Burg Heitnau und zerstöre diese.
Als Dankbarkeit für seine Befreiung, enterbte Rudolf
seine Schwiegersöhne und vermachte sein gesamtes Hab und
Gut. Er erhielt dafür ein "Leibding", das
Kloster sorgte bis zu seinem Tode für seinen
Lebensunterhalt. Das Kloster gab die Burg verschiedenen
Familien zu Lehen. Dazu gehörten die Herren von
Breitenlandenberg die auf Seiten der Habsburger standen.
Deshalb wurde die Burg während den Appenzellerkriegen von
St. Galler Bürgern und Appenzellern belagert und erobert,
aber nicht zerstört. Nach dem Friedensschluss erhielten
die Breitenlandenberger die Burg zurück. Später gelangte
die Burg durch Vererbung an die Familie Paygrer. Ulrich
musste dem Abt von St. Gallen den Lehenseid schwören da
die Festung ein Burgsäss des Klosters wahr. Konrad von
Paygrer trat 1421 ins Bürgerrecht der Stadt St. Gallen
ein. Nach dem Tode der Beiden Brüder Ulrich und Konrad
1446, verkaufte Hans Ulrich Truchsess von Diesenhofen die
Burg 1450 an Burkhard Schenk von Castell. Burkhard wahr
der Stiefvater von Konrads (Konrad von Paygrer) Kinder.
1470 kaufte der Stiefsohn, Jakob Paygrer, die Herrschaft
Hagenwil zurück.
1504 erbten die Bernhausen die Burg und blieben 180 Jahre
in dessen Besitz. Während des 30jährigen Kriegs plünderten
schwedische Truppen die Burg und die umliegenden Höfe.
1684 verkauften sie die Festung an Abt Gallus der die Burg
in eine Sommerresidenz für die Äbte ausbauen liess. 1806
Verkauf der Burg inklusive Reben, Wälder und Land an
Benedikt Angehrn, dessen Nachkommen die Burg heute noch
Besitzen und Bewirtschaften.
|